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Konzeption Selbsthilfe-Kontaktstelle Hamm

In Deutschland gibt es ca. 100.000 Selbsthilfegruppen in denen sich ca. 2,5 Millionen Menschen für sich und andere engagieren.
Trotz der hohen Anzahl von Gruppen nutzen insgesamt nur 5% der Betroffenen die Selbsthilfe als eine Hilfsmöglichkeit. Demnach besteht genügend Bedarf zum Ausbau der Selbsthilfe.

Die Anzahl der Selbsthilfegruppen ist in Hamm in der Zeit von 1997-2010, also innerhalb von 13 Jahren, von 30 auf aktuell 150 Gruppen gestiegen. Diese Zahl bestätigt, dass „Selbsthilfe“ zwar eigenständig und selbstorganisiert ist, aber trotzdem fachliche Unterstützung, infrastrukturelle Hilfen und Anleitung benötigt.

Die Mitarbeiterinnen der Selbsthilfe-Kontaktstelle Hamm orientieren sich am Leitbild der Selbsthilfe-Kontaktstellen im Paritätischen in Nordrhein-Westfalen.
Das Leitbild wurde im März 2004 zur Qualitätssicherung von den Fachkräften der Kontaktstellen im Paritätischen, den Trägern und der Fachgruppe im Paritätischen Landesverband erstellt.

Auszüge aus dem Leitbild der Selbsthilfe-Kontaktstellen im PARITÄTISCHEN NRW,
Wuppertal im März 2004:

„PRÄAMBEL:
Selbsthilfe-Kontaktstellen sind professionelle Beratungseinrichtungen zur Aktivierung, Unterstützung und Stabilisierung von Selbsthilfeaktivitäten. Sie sind Anreger, Vermittler, Förderer und Multiplikator der Selbsthilfe.
In Nordrhein-Westfalen ist der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband der größte Träger von Selbsthilfe-Kontaktstellen.

Bürgerengagement ist ein unverzichtbares Element eines aktivierenden Sozialstaates. Selbsthilfe in Selbsthilfegruppen leistet dabei einen bedeutsamen Beitrag mit eigenständiger Qualität. Selbsthilfegruppen sind dabei ein zentraler Bestandteil einer aktiven und lebendigen Bürgergesellschaft. Die Selbsthilfe bedarf der Anregung und hilfreicher Rahmenbedingungen. Hierbei haben sich die Selbsthilfe-Kontaktstellen als die wirksamste infrastrukturelle Selbsthilfefördermaßnahme örtlicher Selbstthilfegruppen erwiesen.

  • Der PARITÄTISCHE und die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Selbsthilfe-Kontaktstellen unterstützen den Wunsch der Menschen nach Selbstbestimmung und Selbstverantwortung.
  • Zentrale Grundlagen der Tätigkeit in Selbsthilfe-Kontaktstellen sind das Konzept des Empowerments und der Respekt vor der Autonomie der in Selbsthilfegruppen aktiven Menschen.
  • Die Selbsthilfe-Kontaktstellen sind offen für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, arbeiten Träger -und Verbandsübergreifend und wahren die Anonymität jeder/s Einzelnen.
  • Der PARITÄTISCHE tritt dafür ein, dass Selbsthilfe als gleichberechtigte Form der Lebensbewältigung neben den Angeboten professioneller Hilfesysteme in der Gesellschaft anerkannt wird.

Die Mitarbeiterinnen der Selbsthilfe-Kontaktstelle Hamm handeln nach diesen Grundsätzen.

Wir verstehen unsere vielseitigen, unterschiedlichen und themenübergreifenden Tätigkeiten als „Drehscheibe“ im Gesundheits- und Sozialbereich. Wir knüpfen Netze, indem wir Netzwerke aufbauen und an Netzwerken teilnehmen. So können wir eine Nachhaltigkeit unserer Arbeit erreichen.
Für die Beteiligung der Selbsthilfegruppen an kommunalen Planungsprozessen, Gremien und Veranstaltungen setzen wir uns ein und haben das Ziel, dass es zur Selbstverständlichkeit wird.

Unser Ziel ist das Qualitätsmerkmal „Selbsthilfefreundliche Stadt Hamm“.

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