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Gruppenregeln

Menschen sind unterschiedlich.
So wird auch jede Gruppe im Laufe der Zeit ihren eigenen Stil entwickeln. Trotzdem kann es sehr hilfreich sein, von den Erfahrungen anderer Gruppen zu lernen.
Wir möchten Ihnen deshalb ein paar wichtige Rahmenbedingungen und Empfehlungen für den Umgang miteinander in der Selbsthilfe-
gruppe weitergeben:

Hierzu wurde von der Selbsthilfe-Kontaktstelle Hamm auch ein Flyer erstellt, den wir Ihnen gerne aushändigen.

Rahmenbedingungen:

  • Die Größe sollte bei intensiven Gesprächsgruppen bei 6-12 Personen liegen; bei Gruppen, die vorrangig Informationsveranstaltungen durchführen, kann die Gruppengröße weitaus höher sein.
  • Gruppentreffen möglichst in einer neutralen Umgebung durchführen.
  • Häufigkeit und Dauer der Treffen (2 Stunden) verbindlich festlegen.
  • Regelmäßige Teilnahme ist wichtig; deshalb abmelden, wenn jemand nicht kommen kann.
  • Auf Pünktlichkeit achten! Pünktlich beginnen, Pünktlich enden!
  • Keine starre Sitzordnung! Alle sollten sich ansehen können. Sitzen im Kreis - möglichst ohne Tische - ist günstig.
  • Trinken, Essen, Rauchen lenken ab. Pausen machen und gemütliche Abende verabreden.
  • Zuständigkeiten für Raum, Schlüssel, Gruppenkasse etc. festlegen.
  • Bei Neuaufnahmen die Teilnahme über einen bestimmten Zeitraum (4 Treffen) festlegen und danach über dauerhafte Mitarbeit entscheiden.
  • Ein Ausscheiden aus der Gruppe allen Gruppenmitgliedern mitteilen.

Gruppenverlauf:

  • Blitzlichtrunde zu Beginn und zum Ende der Gruppensitzung. Jeder besinnt sich auf seine eigene Person und reihum berichtet jeder kurz über seine augenblicklichen Gefühle und Erwartungen; Gesprächsbedarf kann angemeldet werden.
  • Themen ergeben sich aus dem Blitzlicht oder verabredete Themen /Vorträge werden gehalten.
  • Eine Gesprächsleitung oder Moderation der Sitzungen ist nötig, entweder durch die Ansprechperson oder wechselnd. Protokoll nach Absprache.
  • Nur einer redet! In der „Ich-Form“, klar und direkt sprechen. Mit den anderen sprechen, nicht über sie.
  • Gefühle wahrnehmen, aussprechen und zeigen.
  • Aktives Zuhören! Sich vergewissern, ob es richtig verstanden wurde.
  • Eigenständigkeit respektieren, keine Ratschläge geben, nicht bewerten, es gibt kein „richtig“ und kein „falsch“. Von eigenen Erfahrungen berichten und Feedback geben/einfordern.
  • Möglichst keine „Warum - Fragen“ stellen, weil sie für Problemlösungen nicht nützlich sind.
  • Störungen haben Vorrang!
  • Missverständnisse und Konflikte so rasch wie möglich klären.
  • Verschwiegenheit! Außenstehenden gegenüber wird Stillschweigen über die Gruppengespräche bewahrt.
  • Toleranz, Respekt und Verlässlichkeit untereinander!

Gesprächshilfen

  1. Jeder ist für sich verantwortlich
  2. Nicht alle gleichzeitig. Ausreden lassen ! Seitengespräche vermeiden! Keiner muss sprechen.
  3. In der Ich-Form sprechen
  4. Klar sagen, was ich will
  5. Den anderen direkt ansprechen und dabei ansehen
  6. Dem Anderen mal sagen, was mir an ihm gefällt
  7. Verschwiegenheit! Nichts aus der Gruppe heraus tragen
  8. Störungen haben Vorrang! Ärger, Missverständnisse, Konflikte möglichst sofort klären
  9. Aktives Zuhören! Dem anderen alle Aufmerksamkeit geben
  10. Gefühle wahrnehmen und aussprechen
  11. Auf Körpersignale achten
  12. Feedback geben - keine Ratschläge
  13. Rücksicht nehmen
  14. Gesprächsleitung/Moderation festlegen

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Regeln sind wichtig, aber sie müssen den Bedürfnissen und Zielen der Gruppe gerecht werden. Deshalb: Die Regeln ruhig von Zeit zu Zeit auf den Prüfstand setzen und ggf. anpassen!


 
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